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Branchenlösung · Gießereien

Produktivität und Personalbedarf in Gießereien objektiv bewerten

Wir untersuchen Abläufe, Zeitanteile und Personalbedarf in Ihrer Gießerei mit anerkannten arbeitswissenschaftlichen Methoden – nachvollziehbar, betrieblich abgestimmt und ohne Effekthascherei. Ziel ist eine belastbare Grundlage für Entscheidungen zu Besetzung, Prozessen und Verlustzeiten.

Ausgangspunkt

Typische Fragestellungen in Gießereien

Viele Gießereien stehen vor ähnlichen Fragen. Sie lassen sich selten aus dem Bauchgefühl beantworten – eine strukturierte Untersuchung schafft hier Klarheit.

01

Personalbedarf

Wie viele Beschäftigte werden je Bereich und Schicht tatsächlich benötigt – und wie lässt sich das nachvollziehbar begründen?

02

Verlustzeiten

Wo entstehen Warte-, Stör- und Nebenzeiten, und welchen Anteil an der Arbeitszeit machen sie aus?

03

Schichtbesetzung

Ist die Besetzung über die Schichten hinweg ausgewogen oder gibt es systematische Über- und Unterdeckungen?

04

Vorgabezeiten

Sind vorhandene Vorgabezeiten noch belastbar oder spiegeln sie die heutige Arbeitsrealität nicht mehr wider?

05

Engpässe

An welchen Stellen begrenzen einzelne Arbeitsplätze oder Abläufe den Durchsatz der gesamten Gießerei?

Untersuchungsumfang

Diese Bereiche betrachten wir

Wir betrachten die Gießerei entlang ihrer Prozesskette – von der Schmelze bis zur Materialversorgung. So werden Wechselwirkungen zwischen den Bereichen sichtbar, statt einzelne Arbeitsplätze isoliert zu bewerten.

Schmelzbetrieb

Beschickung, Schmelzführung, Behandlung und Übergabe – einschließlich der Abstimmung mit der Formerei.

Formerei

Formherstellung, Gießen und die Taktung im Zusammenspiel von Anlage, Material und Personal.

Kernmacherei

Kernfertigung, Kernbehandlung und die Bereitstellung passend zum Bedarf der Formerei.

Putzerei

Trennen, Strahlen, Schleifen und Nacharbeit – häufig mit hohem Anteil manueller Tätigkeiten.

Instandhaltung

Geplante und ungeplante Tätigkeiten sowie deren Einfluss auf Verfügbarkeit und Ablauf.

Materialversorgung

Transport, Bereitstellung und innerbetriebliche Logistik zwischen den Bereichen.

Rahmenbedingungen

Was unter Gießereibedingungen besonders ist

Standardansätze aus anderen Branchen greifen in der Gießerei oft zu kurz. Die Erhebung muss den besonderen Bedingungen vor Ort gerecht werden – sonst sind die Ergebnisse nicht belastbar.

N-Zeiten

Sachlich begründete Verteilzeiten für Erholung und persönliche Bedürfnisse müssen den Belastungen angemessen berücksichtigt werden.

Unregelmäßige Tätigkeiten

Viele Arbeitsschritte wiederholen sich nicht im festen Takt, sondern treten unregelmäßig und ereignisabhängig auf.

Raue Bedingungen und Hitze

Hitze, Staub und Lärm prägen die Arbeit und beeinflussen sowohl Leistung als auch die Wahl der Erhebungsmethode.

Wege- und Wartezeiten

Transport-, Wege- und Wartezeiten haben häufig einen erheblichen Anteil an der Gesamtzeit und gehören sauber erfasst.

Wechselnde Auftragsstrukturen

Unterschiedliche Serien, Gewichte und Geometrien führen zu schwankenden Aufwänden je Auftrag.

Einbindung der Beschäftigten

Belastbare Ergebnisse entstehen nur mit den Beschäftigten – durch Transparenz über Zweck, Vorgehen und Umgang mit den Daten.

Methodik

Passende Methoden

Wir kombinieren anerkannte arbeitswissenschaftliche Verfahren – je nach Fragestellung und Bereich. Zu jeder Methode finden Sie eine ausführliche Beschreibung.

Multimomentstudien

Stichprobenbasierte Beobachtung, um Tätigkeitsanteile und Verlustzeiten über größere Bereiche statistisch abzusichern.

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REFA-orientierte Zeitstudien

Detaillierte Zeitaufnahmen für einzelne Arbeitsvorgänge als Grundlage belastbarer Vorgabezeiten.

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Personalbedarfsanalyse

Ermittlung des sachlich begründeten Personalbedarfs je Bereich und Schicht auf Basis der erhobenen Daten.

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Ablauf- und Prozessanalyse

Strukturierte Betrachtung von Abläufen, Schnittstellen und Engpässen entlang der Prozesskette.

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Produktivitätsanalyse

Zusammenführung der Ergebnisse zu einem Gesamtbild der Produktivität mit priorisierten Ansatzpunkten.

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Vorgehen

So läuft die Untersuchung ab

Das Vorgehen ist in klar abgegrenzte Schritte gegliedert. So bleibt der Aufwand planbar und die Ergebnisse sind zu jedem Zeitpunkt nachvollziehbar.

  1. 01

    Auftragsklärung

    Gemeinsame Klärung von Ziel, Fragestellung und Erwartungen an das Ergebnis.

  2. 02

    Abgrenzung

    Festlegung von Bereichen, Arbeitsplätzen, Schichten und Zeiträumen der Untersuchung.

  3. 03

    Datenerhebung vor Ort

    Beobachtung und Zeiterfassung direkt im Betrieb – unter realen Bedingungen.

  4. 04

    Auswertung

    Aufbereitung und Analyse der Daten zu Tätigkeitsanteilen, Zeiten und Personalbedarf.

  5. 05

    Ergebnisworkshop

    Vorstellung und Einordnung der Ergebnisse gemeinsam mit den Verantwortlichen.

  6. 06

    Priorisierter Maßnahmenplan

    Ableitung konkreter, nach Wirkung und Aufwand priorisierter Maßnahmen.

Aus der Praxis

Anonymisiertes Praxisbeispiel

Es handelt sich um eine typische, anonymisierte Projektsituation zur Veranschaulichung des Vorgehens. Sie enthält bewusst keine konkreten Kennzahlen und bildet keinen bestimmten Kunden ab.

Ausgangslage

Eine Gießerei mit Serien- und Einzelfertigung nimmt in der Putzerei und der Materialversorgung wiederkehrende Engpässe wahr. Personalbedarf und Schichtbesetzung werden kontrovers diskutiert, eine belastbare Datengrundlage fehlt jedoch.

Methode

Zum Einsatz kommt eine Kombination aus Multimomentstudie über mehrere Bereiche und Schichten sowie ergänzenden Zeitaufnahmen an ausgewählten Arbeitsplätzen. Wege- und Wartezeiten werden gesondert erfasst.

Wichtigste Erkenntnis

Ein relevanter Anteil der Zeit entfällt nicht auf die wertschöpfende Tätigkeit selbst, sondern auf Bereitstellung, Transport und Warten an Schnittstellen zwischen den Bereichen. Der wahrgenommene Personalengpass ist teilweise ein Ablaufthema.

Umsetzbare Maßnahmen

Abgeleitet werden unter anderem eine geänderte Bereitstellung an der Putzerei, eine angepasste Schichtabstimmung mit der Materialversorgung sowie klarere Übergaberegeln. Die Maßnahmen werden nach Wirkung und Aufwand priorisiert.

Ergebnis

Was Sie als Ergebnis erhalten

Am Ende steht kein Bauchgefühl, sondern eine nachvollziehbare Grundlage für Entscheidungen zu Personalbedarf, Abläufen und Produktivität.

  • Belastbare Datengrundlage

    Nachvollziehbar erhobene Daten statt Schätzungen als Basis für Diskussion und Entscheidung.

  • Tätigkeitsanteile

    Transparenz darüber, wie sich die Arbeitszeit auf wertschöpfende, unterstützende und verlustbehaftete Anteile verteilt.

  • Soll-Ist-Bild

    Gegenüberstellung des Ist-Zustands mit einem sachlich begründeten Soll als Orientierung.

  • Personalbedarf je Bereich und Schicht

    Ermittelter Personalbedarf, differenziert nach Bereich und Schicht.

  • Priorisierte Hebel

    Die wirksamsten Ansatzpunkte, geordnet nach Wirkung und Umsetzbarkeit.

  • Nachvollziehbare Dokumentation

    Eine Dokumentation, die Vorgehen, Annahmen und Ergebnisse prüfbar festhält.

Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Die Dauer hängt vom Umfang ab – also davon, wie viele Bereiche, Arbeitsplätze und Schichten betrachtet werden und welche Methode zum Einsatz kommt. Der Rahmen wird in der Auftragsklärung gemeinsam abgesteckt, sodass Aufwand und Zeitbedarf vorab transparent und planbar sind.

Ja. Zeit- und Leistungsstudien sind mitbestimmungspflichtig. Der Betriebsrat wird frühzeitig über Ziel, Vorgehen und Umfang informiert und einbezogen. Ein transparentes, abgestimmtes Vorgehen ist Voraussetzung für belastbare und akzeptierte Ergebnisse.

Die Erhebung dient der Bewertung von Abläufen und Bereichen, nicht der Beurteilung einzelner Personen. Die Auswertung erfolgt anonymisiert und verdichtet auf Bereichs-, Tätigkeits- und Schichtebene. Die geltenden datenschutzrechtlichen Vorgaben werden dabei eingehalten.

Ja. Gerade im Schichtbetrieb ist es wichtig, über die Schichten hinweg zu erheben, da sich Besetzung, Auftragslage und Bedingungen unterscheiden können. Die Untersuchung wird so angelegt, dass die relevanten Schichten und Zeiträume abgedeckt sind.

Eine Multimomentstudie erfasst über viele Stichproben, wie sich die Zeit über größere Bereiche auf Tätigkeiten und Verlustzeiten verteilt – ideal für den Überblick. Eine Zeitstudie misst einzelne Arbeitsvorgänge detailliert und liefert die Grundlage für Vorgabezeiten. In der Praxis werden beide Verfahren häufig kombiniert.

Nächster Schritt

Gießereiprozesse objektiv bewerten lassen

Sie möchten Personalbedarf, Verlustzeiten und Produktivität in Ihrer Gießerei auf eine belastbare Grundlage stellen? Lassen Sie uns unverbindlich über Ihre Ausgangslage sprechen.