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Branchenlösung · Automobilzulieferer

Produktivität bei Automobilzulieferern messbar verbessern

Wir analysieren Fertigungsprozesse in der Zulieferindustrie objektiv und faktenbasiert – von der Verlustzeitenstruktur bis zum priorisierten Maßnahmenplan. Für Produktionsleitung, Werkleitung und Industrial Engineering, die belastbare Entscheidungen statt Annahmen brauchen.

Ausgangslage

Typische Herausforderungen in der Zulieferfertigung

Automobilzulieferer arbeiten unter engen Rahmenbedingungen: Der Takt ist vorgegeben, die Abrufe schwanken und jede Störung wirkt sofort auf Liefertreue und Kosten. Die folgenden Themen begegnen uns in Fertigungen immer wieder.

01

Hoher Taktdruck

Kurze Zykluszeiten lassen wenig Puffer. Kleine Verluste je Takt summieren sich über die Schicht zu erheblichem Output-Verlust.

02

Volatile Abrufe

Schwankende Kundenabrufe erschweren eine gleichmäßige Auslastung und führen zu wechselnder Kapazitätsanforderung.

03

Variantenvielfalt

Viele Teilenummern und Ausführungen erhöhen Rüstaufwand, Komplexität und das Risiko von Fehlern.

04

Kurze Umrüstfenster

Häufige Produktwechsel bei knappen Zeitfenstern machen Rüstprozesse zum wiederkehrenden Engpass.

05

Personalbesetzung

Besetzung, Qualifikation und Flexibilität je Schicht bestimmen, ob geplante Kapazität tatsächlich verfügbar ist.

06

Engpässe

Einzelne Anlagen oder Arbeitsplätze begrenzen den Durchsatz der gesamten Linie und verschieben sich mit dem Produktmix.

07

Ausschuss und Nacharbeit

Fehlerquoten binden Kapazität doppelt: in der Nacharbeit und im entgangenen produktiven Output.

08

Linienbalance

Ungleich verteilte Arbeitsinhalte erzeugen Wartezeiten an einzelnen Stationen und senken die Gesamtleistung.

Anwendungsfelder

Relevante Bereiche in der Fertigung

Produktivitätspotenziale liegen selten an nur einer Stelle. Wir betrachten die Wertschöpfungskette der Zulieferfertigung durchgängig – von der Umformung bis zur Instandhaltung.

Stanzen und Umformen

Rüstzeiten, Werkzeugwechsel, Hubzahlen und Störungen an Pressen und Umformanlagen.

Zerspanung

Hauptzeit-Nebenzeit-Verhältnis, Spindellaufzeit, Werkzeugstandzeiten und Beladekonzepte.

Schweißen

Taktung von Schweißzellen, Handhabung, Vorrichtungswechsel und Prozessstabilität.

Montage

Arbeitsinhalte, Linienbalance, Bereitstellung und ergonomische Gestaltung der Arbeitsplätze.

Qualität

Prüfabläufe, Nacharbeitsschleifen und der Einfluss von Fehlern auf den produktiven Anteil.

Logistik und Intralogistik

Materialbereitstellung, Wege, Bestände und die Vermeidung von Materialmangel an der Linie.

Instandhaltung

Störungshäufigkeit, Reaktionszeiten und der Beitrag zur technischen Verfügbarkeit.

Messgrößen

Aussagekräftige Kennzahlen statt Bauchgefühl

Wir arbeiten mit Kennzahlen, die den tatsächlichen Produktivitätszustand abbilden und Verlustzeiten sichtbar machen. Entscheidend ist nicht eine einzelne Zahl, sondern das Zusammenspiel und der Vergleich über Schichten, Linien und Produktmix.

Output je bezahlter Stunde

Verhältnis von produziertem Gutteil-Output zu bezahlten Personalstunden – die zentrale Produktivitätsgröße.

Produktive Anteile

Anteil wertschöpfender Tätigkeit an der Gesamtzeit, abgegrenzt von Neben- und Verlustzeiten.

Verfügbarkeit

Anteil der geplanten Zeit, in der Anlagen tatsächlich produktionsbereit und genutzt sind.

Maschinenlaufzeit und Stillstand

Gegenüberstellung von Laufzeit und Stillstandsgründen als Basis der Engpassbewertung.

Warten und Materialmangel

Zeitanteile, in denen produziert werden könnte, aber Material, Auftrag oder Bereitstellung fehlen.

Nacharbeit

Kapazität, die durch Korrektur fehlerhafter Teile gebunden wird und produktiven Output verdrängt.

Schichtvergleich

Systematischer Vergleich von Früh-, Spät- und Nachtschicht zur Identifikation stabiler Muster.

Methoden

Bewährte Methoden für belastbare Ergebnisse

Je nach Fragestellung kombinieren wir mehrere methodische Bausteine. Jede Methode lässt sich einzeln oder im Verbund einsetzen – hier gelangen Sie zu den Detailseiten.

Produktivitätsanalyse

Ganzheitliche Aufnahme des Produktivitätszustands mit Kennzahlen, Verlustzeitenstruktur und Engpassbewertung.

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REFA-Multimomentstudien

Statistisch abgesicherte Ermittlung von Zeit- und Tätigkeitsanteilen über viele Beobachtungen hinweg.

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Personalbedarfsanalyse

Objektive Ableitung des Personalbedarfs aus Arbeitsinhalten, Auslastung und Kapazitätsszenarien.

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Ablauf- und Prozessanalyse

Detaillierte Betrachtung von Abläufen, Schnittstellen und Wegen zur Aufdeckung von Reibungsverlusten.

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Umsetzungsbegleitung

Unterstützung bei der Priorisierung und Realisierung von Maßnahmen bis zur Wirkungskontrolle.

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Vorgehen

So gehen wir vor – Schritt für Schritt

Ein strukturierter Ablauf sorgt dafür, dass Ergebnisse nachvollziehbar, belastbar und im Betrieb akzeptiert sind. Jeder Schritt baut auf dem vorherigen auf.

  1. 01

    Fragestellung und Scope

    Wir klären Ziel, Untersuchungsbereich und Abgrenzung gemeinsam mit den Verantwortlichen.

  2. 02

    Datenquellen

    Vorhandene Betriebs-, Auftrags- und Maschinendaten werden gesichtet und auf Belastbarkeit geprüft.

  3. 03

    Vor-Ort-Beobachtung

    Am realen Prozess erfassen wir Abläufe, Zustände und Störungen direkt in der Fertigung.

  4. 04

    Zeit- und Tätigkeitsanalyse

    Mit REFA-orientierten Methoden und Multimomentstudien ermitteln wir Zeit- und Tätigkeitsanteile.

  5. 05

    Ursachenklassifikation

    Verlustzeiten werden nach Ursachen geordnet, um Ansatzpunkte klar voneinander zu trennen.

  6. 06

    Wirtschaftliche Bewertung

    Die Befunde werden wirtschaftlich eingeordnet, um Prioritäten sachlich begründen zu können.

  7. 07

    Ergebnisworkshop

    Befunde und Bewertung werden mit dem Team besprochen und gemeinsam validiert.

  8. 08

    Priorisierte Maßnahmen

    Zum Abschluss steht ein nachvollziehbar priorisierter Maßnahmenplan mit Verantwortlichkeiten.

Anonymisiertes Beispiel

Eine typische Projektsituation

Ausgangslage

Ein Zulieferbetrieb fertigt Varianten in Serie und beobachtet, dass geplante Stückzahlen je Schicht schwanken. Die Ursachen sind unklar, da belastbare Daten zu Verlustzeiten fehlen und Einschätzungen zwischen den Bereichen auseinandergehen.

Fragestellung

Wo entstehen die entscheidenden Produktivitätsverluste, wie sind sie strukturiert und welche Ansatzpunkte lohnen sich vorrangig? Zusätzlich soll geprüft werden, ob die Personalbesetzung zum tatsächlichen Arbeitsinhalt passt.

Vorgehen

Nach Abstimmung von Scope und Datenquellen erfassen wir den Prozess vor Ort und ermitteln mit Zeit- und Tätigkeitsanalysen die Anteile von Wertschöpfung, Nebenzeiten und Verlusten. Die Befunde werden nach Ursachen geordnet und wirtschaftlich eingeordnet.

Ergebnis

Am Ende steht eine transparente Ausgangsbasis: eine nachvollziehbare Verlustzeitenstruktur, eine Bewertung der Engpässe sowie ein priorisierter Maßnahmenplan. Die Beteiligten arbeiten anschließend mit einer gemeinsamen, faktenbasierten Grundlage statt mit Einzelmeinungen.

Anonymisierte, verallgemeinerte Darstellung. Keine realen Namen, Zahlen oder Ergebnisse.

Ergebnisse

Was Sie am Ende in der Hand haben

Sie erhalten keine Momentaufnahme, sondern eine belastbare Entscheidungsgrundlage. Alle Ergebnisse sind nachvollziehbar hergeleitet und lassen sich im Betrieb weiterverwenden.

  • Transparente Ausgangsbasis

    Ein klares, gemeinsam getragenes Bild des tatsächlichen Produktivitätszustands.

  • Verlustzeitenstruktur

    Eine nach Ursachen geordnete Übersicht, wo und warum Zeit verloren geht.

  • Engpassbewertung

    Eine sachliche Einordnung der begrenzenden Faktoren in Anlagen und Abläufen.

  • Personal- und Kapazitätsszenarien

    Nachvollziehbare Szenarien zur Passung von Personalbesetzung und Arbeitsinhalt.

  • Realistische Zielkorridore

    Erreichbare Zielbereiche statt überzogener Versprechen – belastbar hergeleitet.

  • Priorisierter Maßnahmenplan

    Konkrete Maßnahmen mit Reihenfolge und Verantwortlichkeiten.

  • Wirkungskontrolle

    Ein Rahmen, um die Umsetzung zu verfolgen und Effekte zu überprüfen.

Häufige Fragen

Antworten auf typische Fragen

Die Dauer richtet sich nach Umfang und Komplexität des Untersuchungsbereichs. Ein klar abgegrenzter Scope lässt sich kürzer bearbeiten, mehrere Linien oder Bereiche entsprechend länger. Den zeitlichen Rahmen legen wir vor Beginn gemeinsam fest, damit Aufwand und Ergebnis im Verhältnis stehen.

Hilfreich sind vorhandene Auftrags-, Mengen- und Maschinendaten sowie Informationen zu Schichtmodellen und Besetzung. Wo Daten fehlen oder unsicher sind, ergänzen wir sie durch strukturierte Beobachtung und Zeitaufnahmen vor Ort. Wir arbeiten mit dem, was belastbar verfügbar ist.

Die Analyse zielt auf Prozesse, nicht auf die Bewertung einzelner Personen. Der Betriebsrat wird frühzeitig einbezogen, die Vorgehensweise transparent gemacht und geltende Mitbestimmungs- und Datenschutzanforderungen werden eingehalten. Erhobene Daten werden anonymisiert und ausschließlich für die vereinbarte Fragestellung genutzt.

Benchmarking vergleicht Kennzahlen mit externen Referenzen und sagt selten, warum ein Wert zustande kommt. Unser Ansatz analysiert den realen Prozess vor Ort, deckt Ursachen von Verlustzeiten auf und leitet daraus konkrete Ansatzpunkte ab. Das Ergebnis ist eine handlungsorientierte Grundlage statt eines reinen Vergleichswerts.

Schichtvergleiche und Variantenvielfalt werden bewusst berücksichtigt. Wir erfassen unterschiedliche Schichten und relevante Varianten, damit Streuungen sichtbar werden und nicht ein untypischer Ausschnitt das Bild verzerrt. So lässt sich unterscheiden, was strukturell bedingt ist und was situativ auftritt.

Nächster Schritt

Produktivitätspotenziale bei Automobilzulieferern objektiv bewerten

Verschaffen Sie sich eine faktenbasierte Grundlage für Ihre Entscheidungen – statt auf Einzelmeinungen zu vertrauen. Wir klären mit Ihnen Scope und Fragestellung und zeigen, wie eine belastbare Bewertung in Ihrer Fertigung aussehen kann.